Der Spritpreis kennt aktuell nur eine Richtung -> nach oben.
Dass die neue Regelung, Tankstellen dürfen nur einmal pro Tag die Preise anpassen, nicht greifen würde, war eigentlich klar. Die Konzerne sind natürlich in der Lage, aus statistischen Daten Bedarf und Verfügbarkeit einander über die folgenden 24 Stunden gegenüber zu stellen und somit einen Preis zu kalkulieren, der keinen Verlust generiert. Darum sind die Preise mit Einführung der neuen Regel auch erst einmal sprunghaft angestiegen. Nun steht der Vorschlag der Wirtschaftsweisen Veronica Grimm im Raum, temporär auf Autobahnen ein Tempolimit einzuführen. Damit wird der Spritverbrauch reduziert, aber nicht der Spritpreis. Nur der Verbraucher auf der Autobahn benötigt bestenfalls weniger Sprit, bezahlt dies aber durch längere Fahrzeit. In Zeiten von verstopften Autobahnen und Staus jedoch bringt auch ein Tempolimit hier nichts. Warum sperrt sich die Regierung dagegen, temporär den Steueranteil am Sprit zu reduzieren. Das würde uns Bürger entlasten. Dabei könnte sich die Entlastung auf das Mass beschränken, dass die Steuereinnahmen nicht niedriger ausfallen, als vor der starken Verteuerung. Aktuell ist der Staat der grösste Profiteur der hohen Preise – und das auf dem Rücken der Autofahrer und Transportunternehmen.
Liebe Grüsse,
Euer Jürgen Graalfs
Landesvorsitzender Baden-Württemberg